Gottesdienst zum EKD - weiten Männersonntag

am 16.10.2005

“Wohin sollen wir gehen?” - Was Männern Sinn gibt...

Dargestellt als: Motorrafahrer; Beruf- & Karrieremensch; Fußballer; Gärtner und Familienvater

„Wohin sollen wir gehen“, liebe Gemeinde, welche Richtung sollen wir einschlagen:

- in der Kirche, wenn doch in den nächsten Jahren 30% aller Gelder   eingespart werden müssen?

- In unserer Gesellschaft, 4 Wochen nach der Bundestagswahl, wenn doch die Probleme so groß sind, dass allen Parteien die Argumente ausgehen und man sich nun in eine große Koalition der Verlierer rettet?

- Wohin sollen wir schließlich gehen mit unserem eigenen Leben?

I.
Die Frage stellt sich nicht alle Tage. In der Kirche, in der Gesellschaft, für uns selbst immer nur dann, wenn es kritisch wird.

Was macht wirklich Sinn in meinem Leben – die Frage wird sich ein passionierter Motorradfahrer wohl erst dann stellen, wenn ein Freund bei einem Unfall um's Leben gekommen ist (es ist ja ein Phänomen, dass sich zu Motorrad-Gottesdiensten Tausende, Zehntausende sogar versammeln, und da wird ganz fromm gebetet!).

Was macht wirklich Sinn in meinem Leben – wer in seinem Beruf engagiert und erfolgreich ist, der wird sich die Frage vielleicht erst nach dem ersten Herzinfarkt stellen.

Was wirklich Sinn macht – bei so hart gesottenen Fußballfans, wie wir sie eben erlebt haben, muss der persönliche Einbruch vermutlich besonders tief sein, damit sie merken, dass die „schönste Nebensache der Welt“ tatsächlich nur eineNebenrolle spielen kann.

Und der Sinn im Erlebnis der Natur – der Sinn im Zusammenhalt der Familie – ist das Halt genug, wenn der Boden schwankt, wenn die Welt plötzlich „unbewohnt und leer“ erscheint, wenn ich mich selbst plötzlich „unbewohnt“ fühle, in mir „alle Zimmer frei“, „keine Seele in 4 Wänden“, welcher Sinn trägt uns dann?

II.
Wir leben in kritischen Zeiten, darum fragen wir, besonders wir Männer haben allen Grund, so zu fragen, sogar in einem eigenen „Männer-Gottesdienst“ -

 

denn wir haben unseren Sinn verloren, jedenfalls den Sinn, der uns jahrhundertelang, jahrzehntausendelang Grund genug zum Leben war: Ernährer zu sein, Versorger, Beschützer, Verteidiger. Damit ist es vorbei, auch wenn in manchen älteren Ehen noch etwas davon mitschwingt, aber als Ernährer und Beschützer brauchen uns die Frauen in Zukunft nicht mehr, und die Kinder auch nicht, und die Gesellschaft auch nicht.

Wohin sollen wir also gehen, wir Männer, „Auto, Motor, Sport“ kann doch die Sinnfrage nicht lösen, und „Lust und Laune“ ist ein lächerliches Prinzip, wenn erst einmal der Boden wankt und dem eigenen Seelengebäude die Unbewohnbarkeit droht. Kein Mensch kann auf die Dauer seine eigene Sinnlosigkeit ertragen, darum rutschen ja so viele in den Alkoholismus ab, wenn die Arbeitslosigkeit ihnen den einzigen Sinn nimmt, den sie sich vorstellten können: ihre Arbeit, so, als ob das alles wäre.

Kein Mensch kann seine eigene Sinnlosigkeit ertragen, und ich glaube sogar: Irgendwann kann sich die Gesellschaft unsere Sinnlosigkeit einfach nicht mehr leisten. Da liegt doch der Knackepunkt, wenn es um die Zukunft der Kinder geht, um die Frage, warum wohl immer weniger Kinder geboren werden, ja wenn ich nicht weiß, wo mein eigener Sinn in diesem Leben ist, wie könnte ich dann Kinder in diese Sinnlosigkeit hinein setzen? Das ist heute besonders ein Problem der Männer, und es ist besonders die Frage der Männer: „Wohin sollen wir gehen?“

III.
Auch in der Bibel – da kommt der Satz nämlich her – ist das bereits eine Frage von Männern: „Wohin sollen wir gehen?“

Die engsten Freunde von Jesus fragen das. Auch hier: eine Frage in der Krise.

Gut, Jesus hatte sie provoziert, diese Krise, diese Frage.

Er hatte – nicht nur ein Motorrad vor den Altar geschoben, um zu zeigen, wie sich Menschen einen Sinn-Ersatz schaffen, einen Gottes-ersatz, vielleicht sogar einen Ersatzgott.

Nein – Jesus hatte sich selber (sozusagen) vor den Altar geschoben, er hatte gesagt: Ihr alle habt Zugang zum Gebet, zu Gott, zum Himmelreich – durch mich.

Durch mich müsst Ihr durch, durch meine Lebensgeschichte, durch mein Fleisch und Blut, durch mein Leben und Sterben und Auferstehen, um zu erfahren, wie „Gott“ schmeckt, was „göttlich“ ist – wer Gott ist. Ich öffne euch den Weg zum Vater, ich weite euch den Blick für den Himmel, ich bin's, der euch in-spiriert mit einem anderen Geist: dem heiligen.

Was für ein Anspruch! Ein Skandal – fanden sie schon damals, die Männer um Jesus. Religiös waren sie doch alle, irgendwie, irgendwie religiös ist ja auch noch einer, der sein Motorrad heilig hält und sonntags putzt, oder einer, der total in seinem Beruf aufgeht, weil er sich im Leben und im Sterben nichts anderes als Arbeit vorstellen kann, oder einer, der im Wald mit ganz feierlichen Gefühlen den Vögeln lauscht, religiös ist das alles irgendwie, aber hier bricht einer ein in diesen Bezirk religiöser Sinnstiftungen, und stellt das Alles durch seine Person in Frage, und da schreien sie alle zu Recht : „Skandal im Sperrbezirk!“

Denn dieser Jesus, der sich da vor den Altar schiebt, der sagt nicht: 'Ich gebe deinem Motorrad noch ein bisschen mehr Glanz', oder: 'Ich gebe dir noch mehr Karriere-Chancen in deinem Beruf', oder: 'Ich mache 'Simsalabim', dass Werder Bremen deutscher Meister wird' – sondern dieser Jesus sagt von sich selbst: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören? (...) Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt ihr auch weggehen?

Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

[Johannes 6,60. 66-69 nach der Luther-Übersetzung]

In der Krise beantworten die Zwölf die Sinnfrage mit einem eindeutigen: DU. Nichts mehr mit religiöser Verklärung von Motorrad, Beruf, Fußball, Natur, Familie – sondern: DU.

Du hast Worte des ewigen Lebens. Du, Jesus Christus.

IV.
Männer, ich bin fest davon überzeugt, dass wir alle auf der Suche nach dem Sinn – nach dem Sinn der Welt und nach unserem männlichen Lebenssinn – irgendwann nicht mehr anders können, als so zu antworten: DU!

Du hast Worte des ewigen Lebens. Deine Seligpreisungen der Gewaltlosen und der Friedensstifter: das macht Sinn.

Deine Seligpreisungen der Armen und Rechtlosen: das bringt Hoffnung.

Deine Seligpreisungen der Sanftmütigen und Leidtragenden: das schenkt uns Würde und Werte.

Mit deinen Worten hast du einen anderen Geist verbreitet, als die gängigen Herren dieser Welt. Mit deinen Gleichnissen vom Himmelreich hast du einen Glanz auf die Welt gelegt, der seinesgleichen sucht. Mit deiner tatkräftigen Hilfe für Elende und Aussätzige hast du ein Licht gebracht an Orte, die bisher als Hölle galten.

Mit deiner Opferbereitschaft hast du sogar noch das dreckige Folterkreuz an Gottes Herz gerückt.

Du, Jesus Christus, Du hast Worte des echten, des wahren, des ewigen Lebens.

Das macht Sinn: so „DU“ zu sagen, sich diesem großen Du anzuvertrauen, seinen Sinn-Spuren nachzugehen, und wenn es denn gutgeht: selber Sinn zu stiften in Seinem Geist, sinnvoll zu denken und zu reden und zu handeln, wie Er es tat: Jesus von Nazareth, der Christus, der Erlöser aus aller Sinnlosigkeit.

V.
DU. - Männer, ich weiß, gerade das fällt uns besonders schwer, „Du“ zu sagen, ganz vertrauensvoll, ein Stückchen Kontrolle abzugeben, uns zu verlassen. Kommunikativ sind wir ja noch nie besonders gut gewesen. Vielen gelingt das mit dem DU ja kaum im Blick auf die eigene Frau! Und viele von uns Männern haben kaum einen einzigen Freund, dem sie sich völlig öffnen würden und so „Du“ sagen.

Jesus gegenüber können wir das. Er ist offen für uns, für unsere Sorgen, für unsere Fragen, auch für unsere Sinnlosigkeiten. Er hört dich, er nimmt dich, wie du bist, er schenkt dir deinen Sinn.

Wohin sollen wir gehen? Was macht Sinn?

„Du“ zu sagen und in Seinen Worten Sinn zu finden.

Den Sinn der ganzen Welt, ja.

Und den Sinn deines wunderbaren, einzigartigen Lebens

als Frau oder als Mann.

AMEN

 "Wohin sollen wir gehen?"
Predigt am Männersonntag (16.10.2005)

„Wohin sollen wir gehen?“
Was Männern Sinn gibt

Predigt über Johannes 6, 60. 66-69
am Männersonntag 2005 (16.10.)
in der Ludgerikirche zu Norden gehalten von
Superintendent Dr. Helmut Kirschstein, Norden


<<Zur Erklärung: In einem Rollenspiel waren zuvor 5 M
änner aufgetreten und hatten recht plakativ ihre persönliche Sinnfindung demonstriert: Motorrad – Beruf – Fußball – Natur – Familie. Dabei wurde u.a. ein Motorrad vor den Altar geschoben, Fußballfans zogen von hinten kommend lärmend ein usw. >>



„Wohin sollen wir gehen“, liebe Gemeinde, welche Richtung sollen wir einschlagen:

- in der Kirche, wenn doch in den nächsten Jahren 30% aller Gelder eingespart werden müssen?
- In unserer Gesellschaft, 4 Wochen nach der Bundestagswahl, wenn doch die Probleme so groß sind, dass allen Parteien die Argumente ausgehen und man sich nun in eine große Koalition der Verlierer rettet?
- Wohin sollen wir schließlich gehen mit unserem eigenen Leben?

I.

Die Frage stellt sich nicht alle Tage. In der Kirche, in der Gesellschaft, für uns selbst immer nur dann, wenn es kritisch wird.

Was macht wirklich Sinn in meinem Leben – die Frage wird sich ein passionierter Motorradfahrer wohl erst dann stellen, wenn ein Freund bei einem Unfall um's Leben gekommen ist (es ist ja ein Phänomen, dass sich zu Motorrad-Gottesdiensten Tausende, Zehntausende sogar versammeln, und da wird ganz fromm gebetet!).

Was macht wirklich Sinn in meinem Leben – wer in seinem Beruf engagiert und erfolgreich ist, der wird sich die Frage vielleicht erst nach dem ersten Herzinfarkt stellen.

Was wirklich Sinn macht – bei so hart gesottenen Fußballfans, wie wir sie eben erlebt haben, muss der persönliche Einbruch vermutlich besonders tief sein, damit sie merken, dass die „schönste Nebensache der Welt“ tatsächlich nur eineNebenrolle spielen kann.

Und der Sinn im Erlebnis der Natur – der Sinn im Zusammenhalt der Familie – ist das Halt genug, wenn der Boden schwankt, wenn die Welt plötzlich „unbewohnt und leer“ erscheint, wenn ich mich selbst plötzlich „unbewohnt“ fühle, in mir „alle Zimmer frei“, „keine Seele in 4 Wänden“, welcher Sinn trägt uns dann?

II.

Wir leben in kritischen Zeiten, darum fragen wir, besonders wir Männer haben allen Grund, so zu fragen, sogar in einem eigenen „Männer-Gottesdienst“ -

denn wir haben unseren Sinn verloren, jedenfalls den Sinn, der uns jahrhundertelang, jahrzehntausendelang Grund genug zum Leben war: Ernährer zu sein, Versorger, Beschützer, Verteidiger. Damit ist es vorbei, auch wenn in manchen älteren Ehen noch etwas davon mitschwingt, aber als Ernährer und Beschützer brauchen uns die Frauen in Zukunft nicht mehr, und die Kinder auch nicht, und die Gesellschaft auch nicht.

Wohin sollen wir also gehen, wir Männer, „Auto, Motor, Sport“ kann doch die Sinnfrage nicht lösen, und „Lust und Laune“ ist ein lächerliches Prinzip, wenn erst einmal der Boden wankt und dem eigenen Seelengebäude die Unbewohnbarkeit droht. Kein Mensch kann auf die Dauer seine eigene Sinnlosigkeit ertragen, darum rutschen ja so viele in den Alkoholismus ab, wenn die Arbeitslosigkeit ihnen den einzigen Sinn nimmt, den sie sich vorstellten können: ihre Arbeit, so, als ob das alles wäre.

Kein Mensch kann seine eigene Sinnlosigkeit ertragen, und ich glaube sogar: Irgendwann kann sich die Gesellschaft unsere Sinnlosigkeit einfach nicht mehr leisten. Da liegt doch der Knackepunkt, wenn es um die Zukunft der Kinder geht, um die Frage, warum wohl immer weniger Kinder geboren werden, ja wenn ich nicht weiß, wo mein eigener Sinn in diesem Leben ist, wie könnte ich dann Kinder in diese Sinnlosigkeit hinein setzen? Das ist heute besonders ein Problem der Männer, und es ist besonders die Frage der Männer: „Wohin sollen wir gehen?“

III.

Auch in der Bibel – da kommt der Satz nämlich her – ist das bereits eine Frage von Männern: „Wohin sollen wir gehen?“
Die engsten Freunde von Jesus fragen das. Auch hier: eine Frage in der Krise.
Gut, Jesus hatte sie provoziert, diese Krise, diese Frage.
Er hatte – nicht nur ein Motorrad vor den Altar geschoben, um zu zeigen, wie sich Menschen einen Sinn-Ersatz schaffen, einen Gottes-ersatz, vielleicht sogar einen Ersatzgott.
Nein – Jesus hatte sich selber (sozusagen) vor den Altar geschoben, er hatte gesagt: Ihr alle habt Zugang zum Gebet, zu Gott, zum Himmelreich – durch mich.

Durch mich müsst Ihr durch, durch meine Lebensgeschichte, durch mein Fleisch und Blut, durch mein Leben und Sterben und Auferstehen, um zu erfahren, wie „Gott“ schmeckt, was „göttlich“ ist – wer Gott ist. Ich öffne euch den Weg zum Vater, ich weite euch den Blick für den Himmel, ich bin's, der euch in-spiriert mit einem anderen Geist: dem heiligen.

Was für ein Anspruch! Ein Skandal – fanden sie schon damals, die Männer um Jesus. Religiös waren sie doch alle, irgendwie, irgendwie religiös ist ja auch noch einer, der sein Motorrad heilig hält und sonntags putzt, oder einer, der total in seinem Beruf aufgeht, weil er sich im Leben und im Sterben nichts anderes als Arbeit vorstellen kann, oder einer, der im Wald mit ganz feierlichen Gefühlen den Vögeln lauscht, religiös ist das alles irgendwie, aber hier bricht einer ein in diesen Bezirk religiöser Sinnstiftungen, und stellt das Alles durch seine Person in Frage, und da schreien sie alle zu Recht : „Skandal im Sperrbezirk!“

Denn dieser Jesus, der sich da vor den Altar schiebt, der sagt nicht: 'Ich gebe deinem Motorrad noch ein bisschen mehr Glanz', oder: 'Ich gebe dir noch mehr Karriere-Chancen in deinem Beruf', oder: 'Ich mache 'Simsalabim', dass Werder Bremen deutscher Meister wird' – sondern dieser Jesus sagt von sich selbst: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören? (...) Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt ihr auch weggehen?
Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.
[Johannes 6,60. 66-69 nach der Luther-Übersetzung]

In der Krise beantworten die Zwölf die Sinnfrage mit einem eindeutigen: DU. Nichts mehr mit religiöser Verklärung von Motorrad, Beruf, Fußball, Natur, Familie – sondern: DU.

Du hast Worte des ewigen Lebens. Du, Jesus Christus.

IV.

Männer, ich bin fest davon überzeugt, dass wir alle auf der Suche nach dem Sinn – nach dem Sinn der Welt und nach unserem männlichen Lebenssinn – irgendwann nicht mehr anders können, als so zu antworten: DU!

Du hast Worte des ewigen Lebens. Deine Seligpreisungen der Gewaltlosen und der Friedensstifter: das macht Sinn.
Deine Seligpreisungen der Armen und Rechtlosen: das bringt Hoffnung.
Deine Seligpreisungen der Sanftmütigen und Leidtragenden: das schenkt uns Würde und Werte.
Mit deinen Worten hast du einen anderen Geist verbreitet, als die gängigen Herren dieser Welt. Mit deinen Gleichnissen vom Himmelreich hast du einen Glanz auf die Welt gelegt, der seinesgleichen sucht. Mit deiner tatkräftigen Hilfe für Elende und Aussätzige hast du ein Licht gebracht an Orte, die bisher als Hölle galten.
Mit deiner Opferbereitschaft hast du sogar noch das dreckige Folterkreuz an Gottes Herz gerückt.

Du, Jesus Christus, Du hast Worte des echten, des wahren, des ewigen Lebens.
Das macht Sinn: so „DU“ zu sagen, sich diesem großen Du anzuvertrauen, seinen Sinn-Spuren nachzugehen, und wenn es denn gutgeht: selber Sinn zu stiften in Seinem Geist, sinnvoll zu denken und zu reden und zu handeln, wie Er es tat: Jesus von Nazareth, der Christus, der Erlöser aus aller Sinnlosigkeit.

V.

DU. - Männer, ich weiß, gerade das fällt uns besonders schwer, „Du“ zu sagen, ganz vertrauensvoll, ein Stückchen Kontrolle abzugeben, uns zu verlassen. Kommunikativ sind wir ja noch nie besonders gut gewesen. Vielen gelingt das mit dem DU ja kaum im Blick auf die eigene Frau! Und viele von uns Männern haben kaum einen einzigen Freund, dem sie sich völlig öffnen würden und so „Du“ sagen.

Jesus gegenüber können wir das. Er ist offen für uns, für unsere Sorgen, für unsere Fragen, auch für unsere Sinnlosigkeiten. Er hört dich, er nimmt dich, wie du bist, er schenkt dir deinen Sinn.
Wohin sollen wir gehen? Was macht Sinn?

„Du“ zu sagen und in Seinen Worten Sinn zu finden.
Den Sinn der ganzen Welt, ja.
Und den Sinn deines wunderbaren, einzigartigen Lebens
als Frau oder als Mann.

AMEN

© F. Seeba, Stand: Dezember 2005